Denguefieber in Costa Rica – noch keine Entwarnung


Tropeninstitute geben bislang noch keine Entwarnung für das Denguefieber in Costa Rica. Laut aktuellen Meldungen (Stand Juni 2013) sind in ganz Costa Rica bisher ca. 14.000 Menschen an dem Denguefieber erkrankt, davon wurden zwei Todesfälle registriert.

Was ist das Denguefieber?

Denguefieber in Costa Rica Das Denguefieber ist eine Virenerkrankung, die vor allem durch Stechmücken auf den Menschen übertragen wird. Die betroffenen Länder sind in der Regel tropisch und subtropisch einzuordnen – dazu gehört auch Costa Rica. Die ursprünglich aus Asien stammende Krankheit ist seit der anhaltenden Globalisierung auf dem Vormarsch. In den letzten 50 Jahren sind die Fälle der gemeldeten Erkrankungen etwa um das 30-fache gestiegen. In Deutschland, wie auch in Österreich und in der Schweiz, besteht eine strenge Meldepflicht schon bei Verdacht einer Erkrankung. Laut der WHO erkranken jährlich 50 bis 100 Millionen Menschen am Denguefieber. Bei etwa 22.000 Fällen verläuft die Erkrankung tödlich. Am häufigsten betroffen sind dabei Kinder.

Wie überträgt sich Denguefieber?

Anders als z.B. zu Malaria sind die Überträgermücken hervorragend an das urbane Leben angepasst. Somit sind auch große Städte und Touristengegenden nicht frei von den Überträgern. Urlauber und Geschäftsreisende sind häufiger betroffen, als z.B. Packbacker und Rucksackreisende, da diese meist besser über Denguefieber und Schutzmaßnahmen informiert sind.

Das Denguefieber ist keine Frage der hygienischen Zustände. So können sich die Erreger auch in einem sauberen Pool hervorragend vermehren. Derzeit gibt es noch keine Impfung gegen das Denguefieber. Umso wichtiger ist es, sich schon vor der Reise ausreichend über nötige Schutzmaßnahmen zu informieren.

Was sind die Symptome?

Die Erkrankten leiden hauptsächlich unter Kopfschmerzen, Schweißausbrüchen, Fieber, Rücken- und Gelenkbeschwerden. Viele der Betroffenen nehmen zunächst an, unter einer schweren Grippe zu leiden. Die Inkubationszeit reicht von 3 bis hin zu 14 Tagen. Bei schweren Fällen kann es auch zu inneren Blutungen kommen. Vor allem bei einer Zweitinfektion erhöht sich das Risiko, an der gefährlicheren hämorrhagischen Form – dem „Hämorrhagischen Denguefieber“ (DHF) – zu erkranken oder einen „Dengue-Schock“ (DSS) zu erleiden. Beide Formen können zum Tod führen.

Eine schnelle Behandlung ist bei einem Krankheitsverdacht dringend angeraten. Allerdings kann dabei nicht die Ursache behandelt werden, sondern lediglich die Symptome. So muss als erstes eine erhöhte Flüssigkeitszufuhr gewährleistet werden und eine Schmerzlinderung z.B. durch Paracetamol stattfinden. Auf Aspirin sollte dringend verzichtet werden. Die gerinnungshemmende, also eher blutverdünnende Wirkung kann bei inneren Blutungen verheerend für den Erkrankten sein.

Wie kann man sich vor dem Denguefieber schützen?

Eine Impfung gegen das Denguefieber gibt es derzeit noch nicht. Dennoch gibt es einfache Möglichkeiten, sich selbst vor den Stichen der Erregermücken zu schützen. Als erstes sollte stets auf lange Kleidung geachtet werden. Die Erregermücken sind tagaktiv, somit sind auch tagsüber lange Hosen Pflicht. Außerdem sollten immer mückenabweisende Sprays mit einem hohen DEET-Gehalt genutzt und griffbereit sein. So kann das Risiko gestochen zu werden von vornherein vermindert werden.

 


Weitere Informationen findest du unter http://tropeninstitut.de